Komplexe Wirbelsäuleninfektionen — Spondylodiszitis, Pott-Erkrankung, Low-grade-Infektionen.
Ioan L. Branea
Dorsaler Zugang – Elemente der hinteren/intermediären Wirbelsäule.
Zugriff auf Bandscheibenfach
akzeptabel in der Lendenwirbelsäule
eingeschränkt in der Brustwirbelsäule durch Rückenmark
abenteuerlich in der Halswirbelsäule - Vertebralarterie, zervikale Nervenwurzeln
Anamnese - Frühere Operationen, Strahlentherapie, Tracheostomie
Anatomie - Gefäßanomalien, Deformitäten
klinischer Status – Karnofsky-Score, Adipositas, Rauchen, psychosoziale Aspekte
Histologie – "blutender Tumor"? radikal/paläativ? Embolisation? Piece-meal? en bloc?
Entscheidung manchmal intraoperativ!
Voroperationen ventral
Hauptsächlich dorsale Wirbelsäulenpathologie (intraspinaler Abszess, degenerative Spinalkanalstenose, intraspinale Metastasen)
schlechter respiratorischer und/oder allgemeiner präoperativer Status
Posteriore Korpektomie – nur bei anteriorer Kontraindikation?
Klassiker: dorsale Dekompression, Fusion
Eingeschränkter Zugriff auf die Endplatte
Nervenwurzel kann geopfert werden
Erweitert: ventrale Dekompression, Pedikelsubtraktion, apikale Wirbel-/Hemivertebraresektion
"nur anterior"?: en bloc Spondylektomie
Kostotransversektomie
transpediculär
lateral extracavitär
32 konsekutive Patienten, OP 6/ 2011 – 6/ 2015
1 Chirurg (I.B.)Harms mesh
Level@ Lendenwirbelsäule (7),Thorax (25)
Indikation: Fraktur (3), Metastatische Krankheit (14), Wirbelkörpernekrose (4), Spondylitis (6), Anschlussdekompensation (ASD) - 5
OP-Dauer 4,28 Stunden
Blutverlust 712 ml
Intensivpflege 1,3 Tage
Krankenhausaufenthalt 13,9 Tage
Revisionschirurgie 18.6% (6)
Reaufnahmequote 14% (4)
1 Aorta Verletzung
3 Dura Verletzung
3 Anschlussdekompensation
3 Cage Lockerung
1 Späte neurologische Verschlechterung
Vermeidet in der Regel eine Thorakotomie
Einzelner Schnitt
Behandelt auch die dorsale Pathologie
Intraoperative Entscheidung zum ventralen Vorgehen möglich
Weniger Operationszeit?
Keine Stabilitätsprobleme in der Brustwirbelsäule
Nachteile
Zusätzliche Destabilisierung?
Zusätzliche Blutungen?
Schlechte Darstellung der ventralen Strukturen
Gleiche technische Voraussetzungen wie beim kombinierten Ansatz
Eingeschränkte Cagegröße in der Lendenwirbelsäule
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POSTERIORE VS. ANTERIORE/KOMBINIERTE KORPOREKTOMIE
Klassiker: posteriore Dekompression, Diskektomie, interkorporelle Fusion
Erweitert: Pedikelsubtraktion, Psoas-Drainage
"nur anterior"?: Korpektomie, Spondylektomie
Aufgrund der Nervenwurzeln ist die Größe des Käfigs begrenzt, daher das „cut-in" Phänomen
Klassisch: dorsale Dekompression und Fusion, intradurale Tumorresektion
Kein Zugang zu Bandscheibe oder Wirbelkörper
Arteria vertebralis in den weg, Nerv unopferbar
erweitert – Mason-Urist PSO bei C7
"nur anterior"?: Bandscheibe und Wirbelkörper
klassisch: C0-2 Dekompression, Fusion,
Erweitert: Dekompression des Foramen magnum, intraduraler Tumor
"nur anterior": Dens, C1-Vorderbogen, laterale Massenpathologie
Cave vertebralis Anomalie - AngioCT!!
zunehmende Nackenschmerzen, Angst, geneigte Kopfhaltung
a. vertebralis nach Okklusionstest geclippt
Vollständige Resektion der Läsion
posteriore Fixation C0 – C4
Cage mit Knochen C0- C2
OP Ruf, Pitzen
OP Branea 10/2019
Eine exzellente präoperative Plannung, Bildgebung, Intensivmedizin, Operationsroutine mit allen Zugängen und Erfahrung im Komplikationsmanagement bleiben auch bei einem erweiterten dorsalen Zugang Voraussetzung
Die Wahl der besten Operationsstrategie für jeden Patienten sollte nicht dogmatisch verfolgt werden
Journal Club 31.5.22
27 Jahre junge Patientin stellt sich wegen Belastung abhängige Rückenschmerzen in TLÜ und progrediente Kyphose beim „bekannte Wirbelkörperimpressionen“.
6/17
7/2019
Pathognomonisch: Spondylodiszitis mit Primärläsion in Wirbelkörper
OP 7/19
5/20
7/21
7/21